Gedächtnisprotokoll zur Sitzung vom 6.10.2015 von Max Eder

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OLYMPUS DIGITAL CAMERATOP 2: Vorstellung der Vorentwurfsplanung mit Option Zuschauerbereich

Der Planer stellte die Raumeinteilung der Schule mit angebauter Turnhalle vor. Dann stellte er 2 Varianten der Turnhalle mit Zuschauerbereich vor, die beide zusätzlich 165.000€ zu den geschätzten Kosten von 5,787 Mio.€ kosten würden. Einmal ein schmaler, nach Norden angebauter Anbau und einmal eine um die Tribüne breitere Halle, die vom Planer bevorzugt werden würde.

Daraufhin stellte man die beiden vorher ausgewählen Heizsysteme vor. Einmal ist das die günstigere Variante, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit zusätzlichen Gasbrennwertkessel, dessen Preis in diesen 5,787Mio. enthalten ist. Die 2. Variante, eine Hackschnitzelanlage mit zusätzlich notwendigem Bunkerspeicher für ca. 25m³ Hackschnitzel, ist um 54.000€ teurer in der Anschaffung.

Des weiteren wurden 2 Lüftungssysteme genannt, die beide erhebliche Mehrkosten verursachen. Einmal ist das eine dezentrale Lüftungsanlage für 7-8 Räume für 113.000€ mehr und eine zentrale Lüftungsanlage für 159.000€ höhere Kosten, die nur für die Schule gelten würde. Für die Turnhalle stellte man zur normalen Fensterlüftung eine Hybridlüftung für 33.000€ Mehrkosten dar.

TOP 3 Entscheidung zur Option Zuschauerbereich

Da sich der Gemeinderat und die Verwaltung in einer früheren Sitzung für einen Kostendeckel von 5,8Mio€ geeinigt hatte, dessen Höhe auch den Planungsbüros in der Vorauswahl der Büros bekannt war, gab es eine rege Diskussion um die 165.000€ Mehrkosten. Auf der einen Seite war man sich grossteils einig, dass eine Turnhalle ohne Zuschauerbereich nur die Hälfte Wert ist für Veranstaltungen und Fußballturniere des Sportvereins. Auf der anderen Seite mahnte man, dass bei 5,8 Mio€ de jährliche Belastung der Gemeinde mit Zins und Tilgung bei geschätzten Festzinsen von 3% von ca. 250.000€ überschritten wird, was sehr schwer zu stemmen sein wird und die Gemeinde in den nächsten 30 Jahren zu sehr für andere Pflichtaufgaben eingeschränkt wäre. Bei der Abstimmung stimmte die Mehrheit jedoch für den Zuschauerbereich!!

TOP 4 Abstimmung über Heizoption und Lüftungsanlagen

  1. Abstimmung über Heizungsoption

Auch bei der Heizungsoption gab es rege Diskussionen. Einerseits gab es viele Befürworter für eine Hackschnitzelheizung, durch die das Geld in der Region/Gemeinde bleibt. Nußdorf ist eine sehr Waldreiche Gegend und es gibt Landwirte, die sich bereit erklärt haben, diese Anlage zu betreuen und zu beliefern, was sie bereits erfolgreich betreiben. Bei der günstigeren Option wird Gas gekauft, was keinem in der Region nützt, sondern nur einem Gasoligarchen in Sibirien. Leider zeigte die Mehrheit der Gemeinderäte, dass Ihnen die Kostendeckelung und damit nicht die nachhaltigere und für unsere ortsansässigen Unternehmer bessere Lösung wählten. Kommentar Verfasser: vor einigen Jahren haben wir ein mehrere tausend Euro teures Energiekonzept erstellt, wir unterstützen die vorbildliche Arbeit des Arbeitskreises Energie, aber wir setzen es nicht um!! Das ist in meinen Augen Geldverschwendung und konzeptlos.

Abstimmung : 11:4 gegen Hackschnitzelanlage

  1. Abstimmung über zusätzliche Lüftungsanlage nur für die Schule

Die Variante mit zentraler Lüftungsanlage wurde bei allen Wortmeldungen abgelehnt, die dezentrale Lüftungsanlage wurde schon positiv gesehen, da man durch Verringerung von 8 dezentralen Anlagen auf 4 Stück für die 4 Klassenräume eine Reduzierung der Kosten auf ca. 70.000€ erreicht werden kann. Es wurde auch die Möglichkeit gesehen, dass man diese Lüfter auch noch nachträglich nachrüsten kann, man müsse nur für geringe Kosten die Kabelleerrohre schon mal vorsorglich verlegen. Daher tendierte die Meinung auf Verzicht beider Varianten, es besteht ja noch die Möglichkeit der „klassischen“ Lüftung durch Fenster öffnen.

Abstimmung : 13:2 gegen beide Varianten

  1. Abstimmung über Hybridlüftung für die Turnhalle

Diese Variante ist eine Lüftung über Gebläse, die Luft von Aussen bei gleichzeitigem Öffnen der Fenster auf der Nordseite einen schnellen Austausch der Luft ermöglicht. Es wurde darauf hingewiesen, daß bei heißem Wetter die Lüftung auch nur warme Luft hereinbefördern würde. Ausserdem war zu erkennen, dass auch bei diesen Mehrkosten der Rotstift zum Zuge kommen wird.

Abstimmung : 11:4 gegen diese Lüftung

TOP 5: Freigabe der Kostenschätzung und des Neubaus beider Gewerke

Die Kostenschätzung erreichte den Wert von 5,95 Mio. €, was den geforderten Deckel von 5,8 Mio. € übersteigt. Von Hr. Brüssler, unserem Projektsteurer wurden die Optionen des Ausstieges wegen Kostenüberschreitung oder der Weiterplanung dargelegt, über die nun abzustimmen sei. Es gibt noch 2 Zeitpunkte, an denen man z.B. aus Kostengründen aus diesem Bauprojekt aussteigen kann, das ist die Sitzung am 23.11.2015, und in der Februarsitzung 2016, wenn schon 60% der Ausschreibung raus ist.

Abstimmung für Kostenschätzung von 5,787Mio+0,165Mio=5,95 Mio. € : 10:5

Abstimmung über vorgestellte Raumplanung und Planentwurf : 11:4

TOP 6: Vergabeauftrag für das Brandschutzkonzept für Grundschule + Turnhalle

Die Vergabe war schon erfolgt an den günstigsten Anbieter, Angebot von BG Trauntal/Ruhpolding über ca. 12.500€

Abstimmung: 15:0

TOP 7 bis 10 : Bauanträge, die kleinere Bebauungsplanänderungen betrafen in Nußdorf, Sondermoning und Aiging

Abstimmung alle : 15:0

TOP 11: Weitere Teilnahme am Projekt E-Mobilität im ländl. Raum

Hubert Vachenauer stellte vor, welchen Abstimmungspunkte die Gemeinderäte zustimmen müssten, um die weitere Teilnahme an diesem Projekt zu sichern.

  1. Es muss die Nußdorfer Säule, die bisher von der Elektrogenossenschaft Wolkersdorf kostenlos zur Verfügung steht, mit aufgenommen werden
  2. Es soll Aiging als Standort für eine Ladesäule dazugenommen werden

Abstimmung : 15:0

TOP 12 : Mittagsbetreuung an der bestehenden Grundschule, Teilnehmerzahl und Erweiterung des Angebotes

Leider musste der Punkt zurückgestellt werden, da noch Informationen eingeholt werden müssen.

Zum Sachverhalt: es sind 25 Anmeldungen für die Mittagsbetreuung eingegangen, jedoch darf eine Betreuungsperson nur max. 20 Kinder betreuen. Wir haben nur eine Betreuungsperson. Es konnten also nur 20 Kinder genommen werden. Es sind aber bei den 5 unberücksichtigten Kindern welche dabei, bei denen die alleinerziehende Mutter berufstätig ist und ihr Kind nicht zum Unterrichtsende abholen bzw. betreuen kann.

Es liegt der Antrag der aktuellen Betreuerin vor, die Putzfrau der Schule, die, da sie auch Mutter ist, die Qualifikation zur Betreuerin hat als zusätzliche Kraft für Stunden, an denen mehr als 20 Kinder zu betreuen sind, zu unterstützen. Leider muss die Verwaltung noch rechtliche Dinge klären.

Der Bürgermeister versprach auf Drängen eines Gemeinderates, schnellstens diese Dinge zu klären.

Kommentar Verfasser: bin skeptisch, ob die Klärung schnell erfolgt, da der Bürgermeister ab dem Tag nach der Sitzung Urlaub hat … Ich werde jedoch bei der Geschäftsführerin der Gemeinde telefonisch nachhaken!

Ein Gedanke zu „Gedächtnisprotokoll zur Sitzung vom 6.10.2015 von Max Eder

  1. Servus Max,

    auch an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön für deine Mitschrift. Für mich ist das immer die einzige Möglichkeit mit zu bekommen was in den Sitzungen besprochen wird. Dieses Mal war ich zwar dabei, aber wg. meiner Tätigkeit in München ist mir der Besuch in den Sitzungen oft einfach nicht möglich.

    Zum Thema „Heizungsoption“ in der Schule bin ich als AK Leiter auch recht unglücklich. Ich verstehe zwar die Kostenzwänge, hätte allerdings gerne auch mehr Inhalte aus dem (teueren) Energiekonzept umgesetzt gesehen. Ich arbeite gerade an einem Konzept, dass den Einsatz der Wärmepumpe optimiert, erneuerbare Energien einsetzt und für den Gemeindesäckl ohne Mehrkosten wäre. Genaueres kann ich in ca. 3 Wochen vorlegen. Wir müssen einfach schauen, wie man nun aus den aktuellen Beschlüssen das Optimum rausholen kann und vor allem wie wir uns die Zukunft (Nahwärmenetz, Anbindung des Sportheimes und/oder der Neubauten) nicht verbauen.

    Noch zum Punkt „Mittagsbetreuung“:
    Wir hatten unsere Isabel auch für den Montag und Mittwoch angemeldet, weil wir beide berufstätig sind, ich unter der Woche in München bin, Isabel gerne mit ihren Schulfreundinnen die Mittagsbetreuung besuchen würde und wir die Großeltern nicht überfordern wollen. Diese betreuen Isabel schon an mehreren Tagen und springen immer dann ein, wenn Not am Mann ist.
    Meine Frau Sabine war letzte Woche Mi. auf der Gemeinde und bekam dort die Info dass die Mittagsbetreuung ausgebucht ist und es nur die Möglichkeit gäbe in der Kindergarten Mittagsbetreuung noch event. einen Platz zu bekommen. Das ist aber für uns und Isabel keine wirkliche Option, da sie keinen Bezug zum Kindergarten hat (sie war in Chieming im KIGA) und auch bereits zu alt für die Kindergartenkinder ist.
    Aus oben genannten Gründen sind wir nach wie vor an einer Betreuung am Montag und Mittwoch interessiert. Nach unserer Info wäre evtl. am Mittwoch wohl noch eine Möglichkeit der Unterbringung vorhanden.

    Es wäre schön wenn du uns über die weiteren Entwicklungen informieren könntest.

    Nehmt doch bitte Sabine auch mit auf euren Verteiler und eure Antwort: sabine.vachenauer@gmx.de

    Viele Grüße aus Sondermoning

    Hubert

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